Hans Koren Gedenkjahr 2006


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Jörg Schlick
Text von Max Gad

Aufbruchstimmung: Forum Stadtpark
Daß er den Weg der Kunst einschlagen würde, war Jörg Schlick - der sich von der Aufbruchstimmung rund um die Grazer Künstlervereinigung Forum Stadtpark begeistern ließ - bereits als Schüler des Gymnasiums im Zisterzienserkloster Stift Rein klar. Er studierte Kunstgeschichte (bei Wilfried Skreiner, Leiter der „Neuen Galerie"), als außerordentlicher Hörer auch Philosophie, Soziologie und Rechtswissenschaften und jobbte in verschiedenen Berufen. Um sich als Künstler von jeglichem Zwang frei zu halten und keinen ökonomischen Abhängigkeiten beugen zu müssen, übte er jahrelang den Brotberuf des Erziehers im Lehrlingsheim für Berufsschüler aus. Nach seinen Gastprofessuren am Institut für künstlerische Gestaltung der Technischen Universität Graz lehrte er an der Fachhochschule Joanneum Informationsdesign.

Multi-Artistik
Die Werke Jörg Schlicks lassen sich nicht ohne weiteres einer einzigen Kunstrichtung zu- oder gar unterordnen, zu offen und neugierig agierte und reagierte er auf eine stets neue Weise und mit stets neuen Medien, Methoden und Strategien. Und zu breit war - bei aller Strenge - sein Begriff von Kunst gefaßt.

Kunst als Grenzgang
Die augenfälligsten Kennzeichen dieser Kunst - und auch des Lebens, das war bei ihm stets eine Einheit: Das Übergreifende, das Grenzüberschreitende, das Verknüpfende. In seinen Arbeiten wächst oft zusammen, was nicht zusammen gehört - und es fügt sich überzeugend und kraftvoll in eine neue Geschlossenheit, die auf ästhetischen, moralischen, medien- und gesellschaftskritischen sowie (kultur)-politischen Ebenen funktioniert und wirkt.

Kunst als Witz
Ein wichtiger Aspekt ist der lustvoll zelebrierte, oft dadaistische Witz, mit dem Schlick die Problemstellungen souverän in eine neue Beleuchtung rückte, ferner seine spontane, tapfere und schonungslose Unbekümmertheit in der Wahl von Materialien, Themen und gelegentlich auch Gegnern - und die selbstkritische Genauigkeit, mit der er dabei zu Werke ging.

Kunst als Haltung
Getragen wird dies alles von seiner Haltung als Künstler, der sich als Universalist verstand und der - bei aller anarchischen Wonne, welche seine Aktivität begleitete - die aufklärerische und humane Position der Kunst mit Vehemenz und Verantwortung verfocht: Er attackierte Kunst als behübschendes Feigenblatt einer heuchlerischen Gesellschaft und verschonte weder Event-Intendanten noch Kollegen, wenn die sich zu beflissenen Dienstleistern des Ästhetischen erniedrigten.

Kunst als Freundschaft
Das Entstehen von Kunst selbst war ihm auch ein gesellschaftlich relevantes Exempel: Jörg Schlicks Art und Pflege von Künstler-Freundschaft war ihm wichtig und stand doch im scharfen Gegensatz zu Bemühungen um eine Künstler-Gewerkschaft; sie baute auf Individuen und individuelle Lösungen, inkludierte aber das gemeinsame Schaffen, ob es nun Malerei und Installation war (mit Martin Kippenberger, Albert Oehlen und Günter Brus), ein Film (mit Wolfgang Bauer), ein Buch (von denen er eine lange Reihe mit verschiedenen Künstlern her-stellte), eine Schallplatte (mit Albert Oehlen, Mayo Thompson, Ultra Violet, Justus Köhncke, Andi Beit) oder eine Aktion wie etwa das berühmte Konzil der berühmt-berüchtigten Lord Jim Loge.

Produktion als Moral
Seine Funktion als inspirierender Kurator beim Festival „steirischer herbst" sowie als Leiter des Referats Bildende Kunst im Forum Stadtpark betrachtete er nicht nur als Arbeit an einer Plattform für Kunst, sondern auch als deren Bestandteil. Die radikale Individualität des Künstlers sei, so könnte man ihm unterstellen, sowohl in ihrer Entfaltung als auch in ihrem Wirken in eine gesellschaftliche Gegenwart gespannt - und als solche eine in aller Bescheidenheit stolz gelebte Antithese zu den entwürdigenden kapitalistischen Produktionsbedingungen.

Lesarten der Zeichnung
Sein Kunstbegriff war breit. Darunter verstand er zum Beispiel die klassische Zeichnung, an die er eigenwillig heranging: Schlick zeichnete mit Tusche auf Papier in das kreisrunde Format der Langspielplatte seine endlosen Spiralen. Er schuf Kunstwerke, die in ihrer majestätischen Kargheit, geschlossen und autonom für sich stehen, dazu auch denkbare Verweise sind auf die meditative und konzentrierte Methode des asiatischen Zeichners, der sich über sein Blatt beugt, bis es die Hand von selber macht, als Behauptung des menschlichen Schaffens gegen jenem der Maschine, wie auch die (Un-) Endlichkeit unseres Bemühens sowie Hommage an die eine von Schallplatten begleitete Jugend - und auch als Echo auf die „2000 Schallplatten", das bei Hannibal erschienene Buch seines Freundes Diedrich Diederichsen.

Lord Jim Loge
Darunter verstand er ebenso die Wirkung der Lord Jim Loge, einer anarchischen, von Wolfgang Bauer, Bernd Fischerauer, Franz Ringel und Max Gad in der legendären Likörstube „Haring" gegründeten Künstler-Vereinigung mit der vieldeutigen Parole „Keiner hilft keinem." Jörg Schlick, der gern immer wieder mit den Phänomenen aus der Warenwelt der Zeichen jonglierte, wollte die Loge (die als Mitglieder nur Männer aufnahm, dafür jedoch auch bereits verstorbene), „so berühmt wie Coca Cola" machen und operierte dabei mit den Mitteln moderner Werbestrategie, um das auf einem Bierdeckel gekritzelte Logen-Zeichen „Sonne, Busen, Hammer" weltweit zu verbreiten. Er und etliche der Logenbrüder signierten damit ihre Werke. Dadurch schafften es Logo und Motto auf Martin Kippenbergers „Transportablem U-Bahn-Eingang" in Kassel zu „documenta"-Ehren. Schlick fungierte zudem als Herausgeber des Periodikums „Sonne Busen Hammer" - des Zentralorgans der Loge - und schaffte beim „steirischen herbst" 1990 zudem einen veritablen Skandal. Zwar hatte die Intendanz erst damit kokettiert, ohne ihn dann jedoch durchzustehen: Als Schlick mit einem Dutzend von „Lords" in Singapur ein Konzil der Loge „mit Dank an den österreichischen Steuerzahler" abhalten wollte, provozierte er eine ebenso heftige wie breite Front der Gegner, unter denen sich Kulturjournalisten ebenso fanden wie die FPÖ. Das bereits annoncierte Konzil wurde vom „steirischen herbst" abgeblasen. Viel später, im Jahre 2005, wurde - um im Finale wieder die Mechanismen des Kapitals zu spiegeln - die Loge samt Logo und Motto von der Künstlergruppe „monochrom" in einer „feindlichen Übernahme" an sich gerissen.

Von Beethoven bis Futurismus
Unter künstlerischer Arbeit verstand Schlick auch die Engführung mehrerer Disziplinen: Sein grandioses „tonales Durchpausen" von Beethovens Eroica, das bei seiner Premiere als „Besser als Ludwig van" über das Gelände des Österreich-Rings erscholl und dann als „Diese Wildnis hat Kultur" zum Geheimtipp wurde, diente ihm als Ballett-Musik für seine Choreografie „Der Krieger" - ein Ergebnis seiner Beschäftigung mit der Ästhetik des Futurismus. Und projizierte er auf seinen tanzenden Krieger noch in den 80-ern die Bilder eines befreundeten Malers, so waren es bei der Neubearbeitung, 15 Jahre später, bereits die Fotoserien zu seiner Darstellung der Genom-Entschlüsselung.

Von Höhlenmalerei bis zur Falle
Und jenes Spitze, Scharfe und Aggressive, das der bedrohliche „Krieger" im viersätzigen Ballett aus den 80-er Jahren ausstrahlte, wurde in einer späten Folge in seiner Malerei zu „Studio Lascaux 972" wieder thematisiert: Heftige schwarze Spuren eines breiten Pinsels auf Leinwand. Man konnte dies in Verwandtschaft und Tradition zur Malerei in den Höhlen von Lascaux stellen - in die Anfänge der menschlichen Kunst wie auch in die Anfänge der künstlerischen Äußerungen von Jörg Schlick selbst. Es war aber - eine typisch Schlicksche Falle - ein Verweis auf die Bestellnummer der schwarzen Acrylfarbe Nr. 972 von der Schweizer Firma Lascaux AG.

Künstler als Künstler-Paparazzo
Darunter verstand er ironischen Umgang mit medialen Phänomenen: Wenn er etwa selbst als Paparazzo seinen Freund Martin Kippenberger auf Schritt und Tritt mit der Kamera verfolgte, um die „Beute" dann zu veröffentlichen. Oder wenn er auf die ständigen Vorhaltungen in der Szene, der „steirische herbst" schaffe es einfach nicht mehr wie einst, in Graz Tagesgespräch und auf breiter Ebene wahrgenommen zu werden, 1996 mit einem Plakat reagierte, das einen urinierenden Mann zeigt. Seine - zwischen Mitleid und Verachtung angesiedelte Erwartung hatte sich erfüllt: Schlagartig schwollen die Leserbriefseiten.

Wahrnehmung von Kunst als Kunst
Darunter verstand er, die Wahrnehmung von Kunst selbst zu thematisieren und bewußt mit ihr zu arbeiten: Schlicks Film „Die Kunst von A - Z", für den er eine Malerei von Wolfgang Bauer und ein eigenes Bild abfilmte, war so knapp geschnitten, daß bereits jedes Blinzeln bedeutete, einen wichtigen Part des Films zu versäumen. Und nicht zufällig hieß eine seiner letzten großen Ausstellungen im Künstlerhaus Graz „Über die Farbe und ihre Bedeutung in der Kunst". Methoden, die bei den Untersuchungen zur Farbenblindheit angewendet werden, setzte er auch bei seiner Auseinandersetzung mit Werken befreudeter Künstlerinnen und Künstler - von Angela Bulloch bis Herbert Brandl, Michael Krebber und Heimo Zobernig - ein.

Noch 10.000 Jahre leben!
Darunter verstand er die Verknüpfung von Kunst und Wissenschaft: Nicht nur, daß er sich früh mit der Nanotechnologie beschäftigte und diese Wissenschaft als Kurator ebenso in Symposien beim „steirischen herbst" vermittelte wie auch in den eigenen Arbeiten anwenden wollte - er reagierte etwa auch auf die Ergebnisse der neuesten biologischen Forschung: Nach der Entschlüsselung des menschlichen Genoms nahm er sich frei von Bescheidenheit vor, die 3,2 Milliarden Kombinationsmöglichkeiten der Basen Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin darzustellen - in Sechser-Kombinationen von Fotos, die er in Tableaus arrangierte. Um dieses Projekt - eine Kombination von Mathematik, Biotechnologie und einer Fotografie, die geradezu opulent und expressionistisch wirkte - abzuschließen, müsse er, so Schlick, „noch 10.000 Jahre leben". Ein beeindruckender Teil wurde bei einer, dem Konzept entsprechend eingestanden größenwahnsinnigen Personal-Ausstellung, die 16 Ausstellungsorte in ganz Graz umfaßte, unter dem Titel „Gleich scheuen Hirschen in Wäldern versteckt zu leben", beim „steirischen herbst 2001" präsentiert.

Berühmte schwarze Seiten
Darunter verstand er die Kunst auch als politische Geste: Als im Februar 2000 die ÖVP-FPÖ-Koalition beschlossen worden war, reagierte er - in Zusammenarbeit mit Christine Frisinghelli und Manfred Willmann, den Herausgebern der „Camera Austria"- auf seine Weise, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Die Seiten der 69. Ausgabe des internationalen Fotokunst- und Theoriemagazins erschienen allesamt schwarz. Kein Bild, kein Text, nicht einmal eine Paginierung. Auf jeder Seite stand rechts oben, worum es ging: Österreich 2000.

Zentrale Figur
Jörg Schlick war eine zentrale, ebenso integrative wie polarisierende Figur der steirischen Kunst-Szene. Seine Künstlerfreunde und seine Studenten schätzten ihn als unbeirrbaren und strengen Kritiker und Berater sowie als einen Lehrer, der mithilfe seiner Verbindungen helfen konnte, ihre eigene Kunst in der Öffentlichkeit zu positionieren. Er war auch ein verläßlicher Vermittler zwischen Kunst, Politik und Verwaltung, der auf allen Ebenen respektiert wurde. Und er scheute sich auch nicht, immer wieder in aktuelle (nicht nur) kulturpolitische Debatten einzugreifen und attackierte etwa scharf die Intendanz von „Kulturhauptstadt 2003", der er hellsichtig und unverhohlen Unfähigkeit, Arroganz und Mißwirtschaft vorhielt. Sein Werk wird nun von der Galerie Bleich-Rossi Wien, dem Artelier Graz und von Christian Nagel in Berlin betreut. Seine Frau Sabine Achleitner ist dabei, den umfangreichen Nachlaß zu sichten und aufzuarbeiten.




Jörg Schlick 1985; Foto: Manfred Willmann
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Jörg Schlick 1985; Foto: Manfred Willmann


Mischtechnik auf Billasackerl
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Mischtechnik auf Billasackerl


Pseudoisochromatische Tafel
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Pseudoisochromatische Tafel


Eine Verbesserung oder Wenn Bilder Ohren hätten, 50 x 70 cm, Acryl auf Leinwand
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Eine Verbesserung oder Wenn Bilder Ohren hätten, 50 x 70 cm, Acryl auf Leinwand


Grafikbiennale Ljubljana 05
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Grafikbiennale Ljubljana 05


Objekt
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Objekt



Jörg Michael Schlick

23. Juni 1951 bis 29. Dezember 2005
lebte und arbeitete in Graz

1982
Musikinstallation European Jazz Festival, Zeltweg;

1983
Musikinstallation "Besser als Ludwig van" steirischer herbst, Graz;
Fernsehaufzeichnung einer Performance mit Taylor Mead, Wolfgang Bauer und Claus Schöner, ORF Graz (wurde nie gesendet);

1984
Kulturfilm "Die Kunst von A bis Z", Annenhofkino Graz;
"Diese Wildnis hat Kultur" Galerie Bleich-Rossi, Graz;
"Der Krieger" Ballett von/mit Andi Beit, Jörg Schlick, Gunther Skreiner, Galerie Grita Insam, Wien;
Gründungsmitglied der Lord Jim Loge (Wolfgang Bauer, Bernd Fischerauer, Mathias Grilj, Claus Schöner)

1985
"Kritische Orangen für Verdauungsdorf" Bauer, Kippenberger, Oehlen, Schlick, Galerie Bleich-Rossi, Graz;
1. internationale Video-Biennale Wien, Tele-Scan Graz-Wien;
"Neue Grafiken von Forummitgliedern " Forum Stadtpark, Graz;
"The Warrior" Beit, Schlick, Skreiner, The Kitchen/Ohio Theatr, New York;
Forum Stadtpark in Zagreb;

1986
"Sarajevska Zima" Sarajevo;
"Ein schrecklicher Traum" Städtische Galerie, Rosenheim;

1987
Bühnenbild zu "Magic Afternoon" von Wolfgang Bauer, Forum Stadtpark, Graz;
Schallplatte "Jörg Schlick and Megabody" mit Albert Oehlen, Mayo Thompson, Andreas Dorau, Rüdiger Carl;
"Generell" Shedhalle, Zürich;

1988
Bühnenbild zu "Publikumsbeschimpfung" von Peter Handke, Forum Stadtpark, Graz;
"Broken Neon" Galerie Dürr, München;
"4 : 1" Galerie Dürr, München;
"Richelieu" Galerie Bleich-Rossi, Graz;

1989
Uraufführung des Theaterstücks "Zohar"; Bühnenbild zu "Zohar" Theater im Keller, Graz;
"1986 Wiesbadenfluxeum 1989" Wiesbaden;
"5 Editions" Edition Artelier, Graz;


1990
Bühnenbild zu "Mein Schrank riecht nach Tier" von Lucas Cejpek, Walter Grond, Dimitri Papageorgiu, Forum Stadtpark, Graz;
Video Slide Music Show, Sokol Klub, Zagreb;
Fluxeum 1990 Wiesbaden;
"Das Konzil der Lord Jim Loge in Singapur" steirischer herbst, Graz;
Jörg Schlick and Megabody, Musikinstallation, Galerie Nagel/Zur Grünen Eck, Köln;
"Labrys" Walter Grond, Jörg Schlick, Galerie Droschl, Graz;
"Die gesunde Ernährung oder der gedeckte Tisch im Bodybuilding" mit Manfred Grössler, Patricia Davis, Grazer Kunstverein;
"Ex libris" Galerie Birgit Küng, Zürich;
Schallplatte Jörg Schlick and Megabody II "Wild Thing" mit Albert Oehlen, Mayo Thompson;
"Oostende - Westende" Peter Gellner, Michael Kienzer, Jörg Schlick, Galerie Bureaux et Magazins, Oostende;

1991
"Das Konzil der Lord Jim Loge oder 'Die Haftung des Schenkers wegen Mängel im Rechte und wegen Mängel der verschenkten Sache'" Vortrag an der Staatlichen Hochschule für Bildende Kunst/Städelschule, Klasse Martin Kippenberger, Klasse Peter Weibel, Frankfurt;
"The Sun" Galerie Ralph Wernicke, Stuttgart;
"Posing" Edition Artelier, Frankfurt;
"Singapur" Galerie Nagel, Köln;
"Ankündigung einer Dokumentation" Friesenwall 120, Köln;
"Kunst Europa" Hamburger Kunstverein;
Bühnenbild zu "Ein schrecklicher Traum" von Wolfgang Bauer, Forum Stadtpark, Graz;
Buchpräsentation "Ascona" Walter Grond, Jörg Schlick, Buchmesse Frankfurt;
"Singapur II" Forum Stadtpark, Graz;
"Gratisinformation fürs Fußvolk" Edition Artelier, Graz;

1992
"Habemus Papam" Kunstraum Daxer, München;
"That's life" Edition Artelier, Frankfurt;
"Wohnzimmer/Büro" Galerie Nagel, Köln;
"Greatest Hits" Daniel Buchholz, Köln;
"S.s. S.s. R. Summer Hits" Galerie Gräßlin, Frankfurt;
ART TIE COLLECTION, fabric front line, Zürich;
"Identität:Differenz" Trigon steirischer herbst, Graz;
"PLAKATE" steirischer herbst, Grazer Kunstverein;
"Nikdo nepomuze nikomu" (KEINER HILFT KEINEM)
DAS GUTE MUSS GUT SEIN, Martin Kippenberger, Michael Krebber, Albert Oehlen, Jörg Schlick, Galerie der Hauptstadt Prag;
Konzeption der Umschläge der Literaturzeitschrift "manuskripte", Nr. 115 bis 118/92

1993
"Die Logotypen", Projekt mit Studenten der Merzakademie Stuttgart, Forum Stadtpark, Graz;
"Für Mao Tse-Tung" Galerie Bleich-Rossi, Graz;
"Der Fall von Graz". Ein Kommentar von Jörg Schlick zur Ausstellungseröffnung der Installation von Franz West, Grazer Kunstverein;
"Richtige Männer " Michael Krebber, Jörg Schlick, Bruno Brunnet Fine Arts, Berlin;
"Richtige Frauen" Cosima von Bonin, Jörg Schlick, Boudoir, Berlin;
"Candidature á une Retrospektive" Gruppenausstellung Martin Kippenberger, Centre Pompidou, Paris;
"DONAU" Künstler d. Donauländer, Visegrad, Kunsthalle Budapest;
"Grafica" Gruppenausstellung, Innsbruck;
Cosima von Bonin, Josef Strau, Martin Gostner, Jörg Schlick, Herbert Fuchs, Gruppenausstellung Portable Gallery The Garage Horn, Amsterdam;
Sammlung Kippenberger, Forum St. Louis, USA;
"The Best of" Edition Artelier Frankfurt;
"Frauenkunst Männerkunst" Museum Fridericianum Kassel

1994
"The Happy End of Franz Kafka's 'Amerika'" , Martin Kippenberger, Einstellungsgespräche, Museum Boymans-van Beuningen, Rotterdam;
"Für Aky Bleich-Rossi", Galerie Bleich-Rossi, Graz;
"K.H.K. Sporgasse", Edition & Artelier, Graz;
"Nora" Frühbar, Graz;
"And what is drawing for? And why write well? Sammlung Reiner Speck, Neue Galerie, Graz;
Jörg Schlick, Objekte, Galerie Watzel/Zlotecki, Mannheim;
"Lokalzeit - Wiener Material im Spiegel des Unbehagens" Raum Strohal, Wien;
"Der Sprung ins Leere" Der Künstler anstelle des Werkes, Zentrales Haus der Künstler (Neue Tretjakowskij Galerie) Moskau;
"Moskau" Raum Strohal, Wien
"Spielverderber" steirischer herbst '94, Forum Stadtpark Graz;
"Nice - Cote d'Azur" Galerie Birgit Küng, Zürich;
"Styrian Window" Neue Galerie Graz;

1995
"Tokyo" Galerie Bleich-Rossi, Graz;
"Pointen" Herbert Fuchs, Innsbruck
"Limited Edition" Editoin ARTELIER im Palais Liechtenstein, Feldkirch;
"NIMU AIUTA NIMU" Galerie Gabrielle Vitte, Ajaccio, Korsica
"PERSONNE N´AIDE PERSONNE"; Nice Fine Arts, Nizza
"J.B.Slik" Studio der Neuen Galerie, Graz
"Spiele" Edition Artelier, Graz
"Spiele" Galerie im Taxispalais, Innsbruck
"Copyright" Edition Artelier, Frankfurt
"Alles was modern ist" Kurator: Michael Neff, Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt

1996
"Schuhe" Jörg Schlick, Heimo Zobernig, Forum Stadtpark, Graz
"NIKDO NEPOMUZE NIKOMU" Forum Stadtpark Prag
"Sammlung Speck" Museum Ludwig, Köln
J.B.Slik "You asked for disco" LP, Produktion Albert Oehlen
Gestaltung von Plakat, Vorprogramm und Programm des steirischen berbst´96
Gastprofessur am Institut für Künstlerische Gestaltung, TU Graz

1997
"Das Ende des Zeichens" Galerie Nagel, Köln
"Martin" Jörg Schlick, Martin Kippenberger, steirischer herbst´97, Palais Attems, Graz
"Das perfekte Publikum", Schloß Farrach, Zeltweg
„Erotika", Villa Arson, Nizza
„One of You, Among You, With You", A Tribute to Martin Kippenberger, Galeria Juana de Aizpuru, Madrid
Editionen 1997, Galerie & Edition Artelier, Graz
Würdigungspreis für Bildende Kunst der Stadt Graz,
Projektleitung „Kunst am Bau" Technische Universität Graz, Institut für Künstlerische Gestaltung

1998
„Martin" Buchpräsention mit Wolfgang Bauer, Peter Weibel, steirischer herbst, Graz
„Kunst ohne Unikat", Neue Galerie/Künstlerhaus, Graz
„Topomorphosen" Projektleitung mit Studenten der Technischen Universität Graz, Institut für Künstlerische Gestaltung
Season Greatings, Galerie & Edition Artelier, Graz
„The Light (Bonjour Madame)" J.B.Slik & Ultraviolet, CD mit Albert Oehlen

1999
„I Yes, I No", Galerie & Edition Artelier, Graz

2000
„Pur", Galerie Kunst & Handel, Wien
"Schließ die Augen und denk an Nietzsche", Palais Thurn und Taxis, Bregenz
"Elementarteilchen", MOMCA, Genf
"Season's Greatings", Edition ARTELIER, Graz

2001
DIN Art 4, 560 Künstler und 1 Formular in den Museen für Kommunikation Frankfurt, Berlin, Hamburg
"New Ideas? Old Tricks", hARTware Projekte, Dortmund
Projekt: "GLEICH SCHEUEN HIRSCHEN IN WÄLDERN VERSTECKT ZU LEBEN", steirischer herbst, Graz
Ausstellungen:
ATTITÜDEN ZUR FORM. Eine randständige Betrachtung zum Bild der Melancholie und zur Erscheinung der Depression, Palais Attems / steirischer herbst, Graz
POÉSIE NOIRE, Camera Austria, Graz
PINK MARTINI, L'Angolo, Graz
QUOD LICET JOVI NON LICET BOVI, Bücherstube ,Graz
HEY MR. DJ, Präsentation der CDs "Diese Wildnis hat Kultur" und "Gleich scheuen Hirschen in Wäldern versteckt zu leben", Bücherstube - CD Laden, Graz
MEIN GESCHENK AN GRAZ, Galerie für 30 Tage, Graz
GRATISINFORMATION FÜRS FUSSVOLK, Galerie & Edition ARTELIER, Graz
DER KURZE SOMMER EINER HASELMAUS, Galerie Konzett, Graz
KNOCKING ON HEAVEN'S DOOR, Galerie Bleich-Rossi, Graz
WHITE RUSSIAN, Trattoria Gerry, Graz
SALVADOR DALIS SCHWARZE STIMMEN, Klavierhaus Fiedler , Graz
PARTICULES ÉLÉMENTAIRES, Galerie Kunst & Handel, Graz
HENRI MICHAUX - EIN MEISTER, Einspinnergasse 2, Graz
AB 19 UHR GIBT'S DIE GANSLSUPPN, Ferl's Weinstube, Graz
I LIKE AMERICA AND AMERICA LIKES ME Eine metaphilosophische Sicht auf die Welt, Flat Mountain Press, Wien - Los Angeles
Musik:
DAS SPIEGELSTADIUM ALS BILDNER DER ICHFUNKTION, Cosima von Bonin, beatnik, Justus Köhncke, Fritz Ostermayer
KEY / STONE. Von der Wirklichkeit des abgedunkelten Raumes mit Projektionen aus reinem Licht, diag, Fröhlich, Wondra
3 ELEKTRISCHE GALERIEN
Galerie für 30 Tage: Dr. Nachtstrom (live), Exorbitant (dj set)
Galerie & Edition ARTELIER: Musik aus der Batterie (live), maleen (dj set)
Galerie Kunst & Handel: Decelith (live), Sim On/Off (dj set)
PARK-OFFICE, Tea Lindes, Gudrun Wanek, Markus Jausovec, Franz Lammer
*.VGA
*) Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet
*) Über
*) das Pathetische
*) das Erhabene
*) Anmut und Würde
*) die notwendigen Grenzen beim Gebrauch schöner Formen
*) den moralischen Nutzen ästhetischer Sitten
*) Gedanken über den Gebrauch des Gemeinen und Niedrigen in der Kunst
Fröhlich, Gruber, Köhncke, Schlick, Wondra
Ballett:
EIN BILD UND SEIN SCHATTEN, Kronos und Freud, zwei Zeugen für die Lösung. Für Friedrich Wolfram Heubach und Peter Vujica. Von/mit Andi Beit, Georg Blaschke, Lisa D., Jörg Schlick, Studiobühne, In Kooperation mit den Vereinigten Bühnen Graz
"Diese Wildnis hat Kultur" Neuauflage der Schallplatte als CD, von/mit Andi Beit, Jörg Schlick
"Gleich scheuen Hirschen in Wäldern versteckt zu leben", CD von/mit Justus Köhncke, Jörg Schlick
Gastprofessur am Institut für Künstlerische Gestaltung, TU Graz
Lehrauftrag an der Fachhochschule Joanneum, Studienzweig Informationsdesign

2002
"Sand in der Vaseline. Künstlerbücher 1980 - 2002",Kunstmuseum Krefeld

2003
"Sand in der Vaseline. Künstlerbücher 1980 - 2002", Hessisches Landesmuseum Darmstadt
"Freundschaftsspiel", Camera Austria, Graz,
"Generalprobe" im Rahmen von "Balkan Konsulat proudly presents: Budapest", rotor, Graz,
"J.B. SLIK: Projektion und Schizophrenie", Galerie Christian Nagel, Berlin,
"Ein Bild und sein Schatten, Kronos und Freud, zwei Zeugen für die Lösung. Tanz: Georg Blaschke, Kostüm: Lisa D., Musik: Andi Beit, Jörg Schlick, Volksbühne Berlin
"Support. Die Neue Galerie als Sammlung", Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz
"Messe in der Galerie", Galerie Christian Nagel, Köln
Österreichischer Skulpturenpark, Neuseiersberg bei Graz


2004
"Ein Würfelwurf niemals je auslöschen wird den Zufall", Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz
"Projektion und Schizophrenie II. Ein kleines Spiel zwischen mir und meiner Person, Galerie Bleich-Rossi, Graz
"Langspielkreise", Jörg Schlick und Günter Brus, Galerie Christian Nagel, Köln
"Spiralnebulose Gedanken" Faksimiledruck der Gemeinschaftsarbeit von Günter Brus und Jörg Schlick anläßlich der Ausstellung "Langspielkreise"
Gestaltung des Covers der manuskripte 165/04

2005
"Pseudo-isochromatische Tafeln zur Prüfung des Farbsinnes (für Daniel Hafner), Galerie Bleich-Rossi Graz zu Gast bei Christine König Wien
"In besseren Kreisen" Jörg Schlick und Günter Brus, Galerie Bleich-Rossi, Graz
"In besseren Kreisen" Faksimiledruck der Gemeinschaftsarbeiten von Günter Brus und Jörg Schlick zur gleichnamigen Ausstellung
"Über die Farbe und ihre Bedeutung innerhalb der Kunst", Künstlerhaus Graz
art unlimited, Galerie Nagel, art 36 Basel
artists books, Günter Brus, Jörg Schlick, art 36 Basel
"Salaam Bombay" 26. Grafikbiennale Ljubljana
Würdigungspreis für Bildende Kunst des Landes Steiermark, Laudatio Peter Weibel
Gestaltung des Covers der manuskripte 167/05 gemeinsam mit Günter Brus
"Zähne in der Wand" Textbeitrag im Katalog "Werkblick" von Manfred Willmann zur gleichnamigen Ausstellung, Neue Galerie Graz
"Fest auf der Baustelle", Galerie & Edition Artelier Graz
"Herbert Fuchs (1987-2005), Kunsthalle Wien, project wall, Wien (G).
"Gotik und Moderne im Dialog. 1500-2000", Ausstellung der Sammlung K-raum Daxer / Lorenz in der Fränkischen Galerie Kronach, Festung Rosenberg, Kronach (G).

2006
"Studio Lascaux 972" Galerie Bleich-Rossi, Graz
"Sie nannten ihn den Medienkünstler" Hommage an Jörg Schlick, Galerie & Edition Artelier Graz,
"Über die Fuge und ihr Stolpern innerhalb der Malerei", Galerie Bleich-Rossi Wien

2007
„Serielle Fotografien" 1996 bis 2005 ausgewählt von Christine Frisinghelli und Manfed Willmann, Galerie Nagel, Berlin
„Rückblende" Die Fotosammlung der Neuen Galerie Graz

Bibliographie (Auszug)

Bauer, Wolfgang: "Richelieu" Galerie Bleich-Rossi, Graz 1988;

Diederichsen, Diedrich: "Photographie und Gedenken. Feldmann, RAF, Schlick, Kippenberger usw." in: Starship 2/1999 und Camera Austria 66/1999

Fiedler, Elisabeth: "Jörg Schlick oder 'Keiner hilft Keinem'" aus: Kontinuität und Identität, Festschrift für Wilfried Skreiner, Neue Galerie Graz, Böhlau Verlag, Wien 1992;

Grond, Walter: in:"Kunst, Europa", Hamburger Kunstverein 1991;

Grond, Walter: "Habemus Papam oder die betrunkene Laterne" in: "Sonne Busen Hammer", Nummer 6, Kunstraum Daxer, München 1992;

Grond, Walter: "Exzess des Paradoxen", Jörg Schlick und die Lord Jim Loge in: "Stimmen", Verlag Droschl, Graz 1992;

Grond, Walter: "Die Frauenfrage bei Schlick", Graz 1993;

Krümmel, Clemens: "Verwandte des Lebens. Jörg Schlicks Zeichnungen in der Galerie Christian Nagel, Berlin" in: Texte zur Kunst, Heft 52, 12/2003, S 172-175

Pessler, Monika: "Gleich scheuen Hirschen in Wäldern versteckt zu leben" im gleichnamigen Katalog, steirischer herbst 2001

Prantner, Wilfried: „I YES I NO. Jörg Schlick, das Licht und die Sprüche des Maschinchens" im Folder zur gleichnamigen Ausstellung, Galerie Edition & Artelier, Graz 1999

Prinzhorn, Martin: "Einige Kognitionspsychologische Präliminiarien zur Arbeit von Jörg Schlick" in: Camera Austria 67/1999

Weibel, Peter: "Das eversive Potential der Österreichischen Kunst heute" in: "Lokalzeit -Wiener Material im Spiegel des Unbehagens", Verlag Strohal, Wien 1994;

Weibel, Peter: "Jeder kann jeden fotografieren. Demokratisierungsprozesse in der Fotografie. Jörg Schlick oder Paradoxien der Portrait- und Paparazzo-Fotografie im Zeitalter der Medienhysterie" in: "Martin" steirischer herbst 98 (Hg), Verlag König, Köln 1998

Weibel, Peter: "Die kritische Axt oder Serigraphie und Skulptur bei Schlick" in "Jörg Schlick. Editionen 1989 - 1999", Galerie & Edition Artelier, Graz 1999;

 

 




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