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Martin Czerwinka
Text von Isabella Trummer

Aus einem vollkommen anderen Genre kommend - eine Annäherung.

Neugier stellt sich ein; das Interesse, mehr über den Menschen Martin Czerwinka zu erfahren.

Also recherchiere ich im Internet. Als Erstes finde ich folgende Beschreibung auf der Seite des Steirischen Landesschulrates:

Martin Czerwinka, Personalabteilung Landeslehrer
Zuständig für Personalangelegenheiten Bezirk Graz. Alle öffentlichen Volksschulen, außer jene, die mit dem Buchstaben A und B beginnen.

... (!) Ein Bürokrat? Und Autor? Nach einem schnellen Blick ins Buch Beruhigung: Im Text sind alle Buchstaben vorhanden. Also weiter geforscht nach dem Background des Autors.

Volksschule, Bischöfliches Gymnasium, normaler Werdegang - mit einer Ausnahme: Bereits als Kind postuliert er: „Ich will schreiben!", wie andere Kinder sagen: „Ich werde Astronaut!" Nachsichtiges Lächeln bei den Erwachsenen. Jedoch : Bereits mit siebzehn wird seine Erzählung ‚Der Bettler' im Leopold Stocker Verlag veröffentlicht.

Damit ist der Weg zum Autor aber noch nicht geebnet. Jahre der Suche folgen. Dem eigenen Verstand und dem Druck des Umfeldes gehorchend. Ausbildung zum Milizoffizier, abgebrochenes Medizinstudium, Leitung einer Nutriafarm, Scheidung - dann ein Lebenskurswechsel.

Anstellung beim Steiermärkischen Landesschulrat als Brotberuf. Und endlich die Realisierung des lebenslangen Wunsches, einzutauchen in die Welt des Schreibens.

Gläserne Brücken -
Eine Erzählung, durchdrungen von Czerwinkas Credo: Der Sehnsucht der Menschen nach ethisch-moralischen Werten. Es gibt innere Kräfte, - der Glaube? - die einen tragen. Die Sprache muss Mittlerin sein. Literatur soll Antworten geben, mit intuitiver Kraft Hoffnung geben dürfen. Nicht nur Fragen aufwerfen, anklagen, aufzeigen. Damit erlaubt er sich, als Gegenpol zum Zeitgeist aufzutreten.

Gläserne Brücken -
Menschen in Verzweiflung, Ausweglosigkeit, Resignation. Der Mann und das Mädchen. Unverstanden, beide. Argwöhnisch beobachtet, oft auch voller Mitleid. Die Gedanken in sich verschlossen. Sprachlos. Auf der einsamen Suche nach dem verlorenen Garten Eden, dem Fuße des Regenbogens. Das Einander-Finden in gemeinsamer Trauer. Unabhängig von Alter und Geschlecht. Und allmählich keimt Hoffnung auf. Der erwachsene Mann und das kleine Mädchen.  Mut zum Leben regt sich. Gemeinsame Hoffnung wird zur bestimmenden Kraft, im Leben wieder Fuß zu fassen.
Ein Gang über gläserne Brücken, eine Umkehr. Eine Rückkehr.
Ein Gang über gläserne Brücken, hin zum Leben.
Ein Buch gibt Antwort.




Martin Czerwinka
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Martin Czerwinka



Kurzbiografie Martin Czerwinka

Martin Czerwinka wurde am 14.2.1963 in Graz geboren.
Nach der Volksschule verbrachte er acht Jahre im Bischöflichen Gymnasium.
Während jener Zeit Erstveröffentlichung der Erzählung „Der Bettler".
Ab 1988 Angestellter beim Landesschulrat für Steiermark
Seit 1986 ehrenamtlicher Bewährungshelfer
Seit 2003 Mitglied des Steiermärkischen Kunstvereins Werkbund.

Publikationen:
· 2003 Zirbengeist und Steirerstiefel (Erzählband) Weishaupt
· 2004 Mursäuseln (Erzählband) Weishaupt
· 2004 Solideias Reise zur Sonne (Jugendbuch) Elfen Verlag
· 2005 „Glimmer" (Novelle) Weishaupt
· 2006 "Gläserne Brücken" (Roman), Weishaupt 

Zitat aus "Gläserne Brücken":
"Ich musste die Fiktion wahren, um mich irgendwann in ihr zu finden."
(Gläserne Brücken, Weishaupt 2006)


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