Hans Koren Gedenkjahr 2006


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SCURDIA
Markus Schirmer & Freunde

Ein Auftritt von SCURDIA bedeutet einen in jeder Hinsicht ungewöhnlichen Konzertabend, welcher sich ganz und gar nicht einem spezifischen Genre zuordnen läßt. Es ist kein orientalisch folkloristisch, jazzorientiertes oder gar klassisch anmutendes Konzert. Es ist kein Soul-, kein Funk-, kein Ethnoabend.Und trotzdem all das zusammenin einem höchst eigenwilligen, faszinierenden Mix. Rund um den österreichischen Pianisten MARKUS SCHIRMER versammelt sich eine Gruppe der hochkarätigsten MusikerInnen aus allen Teilen der Erde – jede(r) eine Klasse für sich  - die mit ihrer eigenen, typischen Handschrift am Gesamtkunstwerk mitgestalten. So passiert es, daß die orientalische Laute mit einer klassischen Gitarre wetteifert, eine steirische Harmonika mit lateinamerikanischen Bongos Freundschaft schließt und es mitten in einem kurdischen Volkslied plötzlich mozartisch „a la turca“ aufblitzt, vielleicht sphärisch umhüllt durch den sinnlichen Klang eines Saxophons. Das Wörtchen „vielleicht“  steht nicht ohne Grund. Denn fast nichts ist bei einem Konzert von SCURDIA geplant oder vorhersehbar, es wächst jeden Abend aufs neue ganz spontan, entsteht aus der reinen Spielfreude der mitwirkenden Musiker und schließt auch die Atmosphäre im jeweiligen Publikum mit ein. So wird jeder Abend zu einem unvergleichbaren, individuellen Ereignis. Die auf den ersten Blick ungewöhnlichste Mitwirkung an einem Abend von SCURDIA ist freilich jene durch den international erfolgreichen Konzertpianisten Markus Schirmer, einem Musiker, der sich nicht allein damit begnügen will, heftig akklamierte Konzerte in den bedeutendsten klassischen Musikzentren Europas und Übersee zu geben. Sein Streben nach Öffnung vieler starrer Grenzen, sein ansteckender Eifer für ungewohnte künstlerische Zusammensetzungen haben letztendlich zu diesem außergewöhnlichen, mit steil anwachsender Begeisterung aufgenommenen Projekt geführt.  Der kurdische Topclass-Oudspieler RISGAR KOSHNAW und er sind seit ihren gemeinsamen Musikstudien eng befreundet und haben viel Zeit miteinander verbracht. Zeit, um eigene Grenzen zu erforschen und zu durchbrechen, um damit eine neue, frische Sicht auf die Musik in ihrer gesamten Schönheit und Vielfalt zu erlangen.  Und so ist es möglich, daß beispielsweise Schumann´s Träumerei, jener Inbegriff für romantische Klaviermusik gleich neben der traditionellen morgenländischen Volksweise steht, die viele tausende Kilometer entfernt entstanden ist und harmonisch trotzdem verblüffende Ähnlichkeiten aufweist. Oder man kann dabei sein, wenn Risgar Koshnaw und Markus Schirmer in frechen und geistreich humorvollen Improvisationen gleich einem Wettbewerb mit unendlich vielen Zitaten aus der gesamten Musikwelt behaupten wollen „meine Musik hat mehr Gewicht als deine“, um schlußendlich doch noch auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. 

Das Projekt SCURDIA bietet eine völlig neuartige Gelegenheit, Musik pur zu erleben, Einflüsse vielerlei Art aufzuspüren und vielleicht sogar wegweisende, neue Perspektiven im Miteinandermusizieren zu entdecken. Ein Bestreben, welches bereits auch gebührend honoriert wurde: Markus Schirmer erhielt vom österreichischen Musikmagazin „Music Manual“ für sein Projekt SCURDIA den „Classic Crossover Award“.

 

In jedem Künstler liegt ein Keim von Verwegenheit,
ohne den kein Talent denkbar ist,
und dieser wird besonders rege,
wenn man den Fähigen einschränken
und zu einseitigen Zwecken dingen und brauchen will.
 
Goethe
 




Scurdia
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